Akute Feuerbrandgefahr

Immer wieder sieht man auch in Maria Enzersdorf bereits jetzt Pflanzen mit braunen, welken Blättern mit vertrockneten Trieben. Der Grund dafür kann der Feuerbrand sein, der auch bei uns weit verbreitet ist.

Doch welche Pflanzen befällt der Feuerbrand wirklich?
Nun, das sind von den Obstbäumen der Apfel, die Birne und die Quitte, vom Ziergehölz die Eberesche, der Feuerdorn, die Mispel, die Stranvaesie, die Wollmispel, die Zierquitte und der Weißdorn.

Wie erkenne ich Feuerbrand?
Blätter und Blüten befallener Pflanzen welken plötzlich ab und verfärben sich braun oder schwarz.
Die Triebspitzen krümmen sich infolge des Wasserverlustes oft hakenförmig nach unten. Bei feuchtem Wetter treten aus den Befallstellen weißliche, später braune Tropfen klebrigen Bakterienschleims aus.
Überträger der Krankheit sind Regen, Wind, Insekten, aber auch Schnittwerkzeuge.

Wie bekämpfe ich den Feuerbrand?
Die wichtigste Maßnahme stellt die mechanische Bekämpfung dar. Bei Feuerbrand-Befall müssen stark geschädigte Pflanzen sofort gerodet und an Ort und Stelle verbrannt werden, da der Erreger auch im gerodeten Holz monatelang am Leben bleiben kann. Bei weniger geschädigten Pflanzen reicht das Ausschneiden erkrankter Äste. Nach dem Schneiden Schnittwerkzeuge, Hände und Schuhe desinfizieren!

Feuerbrand ist meldepflichtig!
Wenn bei Pflanzen der Verdacht auf Feuerbrand besteht, muss dies dem Feuerbrandbeauftragten der Gemeinde gemeldet werden. In Maria Enzersdorf ist dies Klaus Jungwirth - er ist unter der Telefonnummer 02236/44501/23 erreichbar.

 

 

erschienen in Information und Kultur, Folge 7/Juli/August 2007
zuletzt geändert am 3.7.2007