Kalenderberg / Liechtenstein

Der
Kalenderberg, meist einfach “Liechtenstein” genannt, ist ein Teil des weitläufigen
Naturparks Föhrenberge. Prähistorische Funde aus der Jungsteinzeit (ca. 2200
v. Chr.) und der älteren Eisenzeit (1200 - 400 v. Chr.), die im Mödlinger Museum
aufbewahrt werden, sind Beweise für eine sehr frühe Besiedelung dieses Gebietes.
Als Fürst Johann I. von und zu Liechtenstein im Jahre 1807 die Burg und die
dazugehörige Herrschaft Liechtenstein kaufte, war der Kalenderberg bereits durch
mehrere Jahrhunderte infolge ständigen Viehtriebs und des windreichen Klimas
völlig verkarstet.
Der Name “Kalenderberg” erinnert noch immer daran,
er wird von der alten Bezeichnung “Kahler Berg” abgeleitet. Der Fürst ließ in
mühevoller Kleinarbeit Erde auf die kahlen Hügel aufbringen und Föhren pflanzen,
die während der ersten Jahre händisch bewässert werden mussten. Sie wuchsen
zu stattlichen Bäumen heran, die inzwischen für die ganze Region charakteristisch
sind. Vielfach werden die Föhrenbestände von Laubbäumen durchwachsen, was zu
Mischwaldbildung führt.
Der Wald ist ein reines Erholungsgebiet, kein Nutzwald. Zahlreiche Rund- und Wanderwege mit Rastplätzen führen nicht nur zu den Sehenswürdigkeiten (Burg und Schloß Liechtenstein, die künstlichen Ruinen, Amphitheater, Pfefferbüchsel, Schwarzer Turm usw. ) sondern auch zu vielen Aussichtsplätzen.