Gabrielerstraße 171
Markanter
Rohziegelbau, Niederlassung der Steyler Missionare SVD (Societas Verbi Divini
- Gesellschaft des Göttlichen Wortes), deren Ordensgründer Pater Arnold Janssen
war. Grundsteinlegung des Missionshauses 1889, der Kirche 1896.
Die
Lehmgrube, aus der Material für die Ziegel stammt, ist heute ein Teich im Klostergelände.
Die Kirche wurde in den Jahren 1912/13 unter Mitwirkung des Maria Enzersdorfer
Architekten und Baumeisters Sepp Hubatsch zu ihrer endgültigen Größe ausgebaut.
Sie ist dem Heiligen Geist geweiht. Bemerkenswert sind kunstvolle Glasfenster
und sowohl innen wie außen reicher Mosaikschmuck, der in einer eigenen noch
bestehenden Mosaikwerkstätte von den Ordensbrüdern selbst hergestellt wurde
und noch immer weiter ergänzt wird.
Das Exerzitienhaus und die Buchhandlung wurden nach dem 2. Weltkrieg errichtet.
Im Jahre 1921 gründete P. Stanislaus Marusczyk den Chor der «Sängerknaben
vom Wienerwald». Dieser erlangte inzwischen durch zahlreiche Auslandstourneen
internationalen Ruhm und hat seine Heimstätte noch immer im Missionshaus St
Gabriel.
Der seit dem Jahre 1925 staatlich anerkannten und mit Öffentlichkeitsrecht ausgestatteten
Philosophisch-Theologischen Lehranstalt in St. Gabriel wurde 1972 der Titel
«Hochschule» zuerkannt. Sie arbeitet seit 1987 eng mit der Päpstlichen
Universität Urbaniana zusammen.
Das Missions-Ethnographische Museum veranschaulicht mit zahlreichen wertvollen
Exponaten die Eigenheiten fremder Kulturen und die Missionstätigkeit des Ordens.
zuletzt geändert am 7.4.2011