Achim von Armin, Spross des brandenburgischen Uradels, ist ein typischer Vertreter der deutschen Romantik, der in den Wirren der napoleonischen Kriege für die Stärkung der eigenen nationalen Identität kämpfte.
Kurz nach seiner Geburt in Berlin verstirbt die Mutter und so wächst er bei der Großmutter mütterlicherseits in Brandenburg auf, wo er im Alter von 50 Jahren auf Schloss Wiepersdorf nach einem Schlaganfall verstirbt.
Vor seiner literarischen Laufbahn studiert er Rechts- und Naturwissenschaften sowie Mathematik. Seine erste Publikation war die „Theorie der elektrischen Erscheinungen“.
Mit 19 Jahren, bei Studien in Göttingen, trifft er erstmals Goethe sowie Clemens Brentano, der als Freund und Weggefährte weite Strecken des Lebenswegs mit ihm teilen sollte. Gemeinsame Reisen führen in das romantische Rheintal, nach London und Schottland.
Weitere Stationen auf seinem Lebensweg sind Kassel, Heidelberg, Königsberg und Weimar. Er schreibt Zeitungsberichte, trifft immer wieder Goethe und auch die Brüder Grimm.
1810 heiratet er die Schwester seines Freundes, Bettine Brentano. Kurz danach besucht das junge Ehepaar Goethe in Weimar, wo es zwischen den beiden Ehefrauen zu einer pöbelhaften Eifersuchtsszene in aller Öffentlichkeit kommt. Christina Goethe soll dabei der Widersacherin wütend die Brille vom Kopf gerissen und sie zertreten haben. Als Revanche erzählte Bettine in ganz Weimar, „Es wäre eine Blutwurst toll geworden und hätte sie gebissen“. Damit fand die Freundschaft zwischen Arnim und Goethe ein unrühmliches Ende.
Neben den Gedichten, Geschichten und Romanen ist die Sammlung „Des Knaben Wunderhorn“ von besonderer Bedeutung. Dieses gemeinsam von Arnim und Brentano erarbeitete Werk hat der Nachwelt ein Kulturgut an Liebes-, Soldaten-, Wander-, und Kinderliedern bewahrt, das viele Komponisten, unter anderen Gustav Mahler zu Vertonungen angeregt hat.