Detlev von Liliencron entstammt einem deutsch-dänischen Adelsgeschlecht, das in seiner Linie durch die nicht standesgemäße Heirat seines adligen Großvaters mit einer damals noch leibeigenen Frau, verarmt war.
Sein Wunsch, Kavallerieoffizier zu werden, scheitert an Geldnot. Er schafft es aber bei der preußischen Armee zum lnfanterieoffizier und nimmt an zwei Kriegen mit mehreren Auszeichnungen teil. Wegen hoher Glücksspielschulden, die ihn sein Leben lang begleiten, muss er die Armee vorzeitig verlassen.
Freunde verhelfen ihm zu staatlichen Verwaltungsposten, er heiratet, später noch zweimal, kämpft sich Jahr für Jahr wegen seiner Spielsucht und Geldnot durchs Leben. Trotzdem schreibt er mit Erfolg Prosa und Gedichte. Sein autobiografischer Roman „Leben und Lügen“ krönt sein Lebenswerk.
Sein Freund Richard Dehmel schreibt über ihn in einem Nachruf:
„Wer das Leben kennt und trotzdem liebt, der muss ihn lieben.
Keiner vor ihm hat es so als buntes Spiel begriffen.“